Fast das komplette X-Double Team machte sich in den letzten Maitagen auf die Reise in die Toskana, um das Geheimnis des weißen Marmor zu ergründen. Untergebracht in einem Haus in den Hügeln nahe der Stadt Viareggio starteten wir schon am ersten Tag unsere Routine, die sich durch die folgende Woche ziehen sollte:

Skaten bis spät in die Nacht; zurück zum Stützpunkt zur Nahrungsaufnahme, Kampf um die Dusche und kurzes, gemeinsames Chillen am Pool; Schlafen (unterbrochen von Deep House Tunes…); Frühstück und Regeneration am Pool; Mittags Abfahrt zur nächsten Skate Mission bis spät in die Nacht.

Tatsächlich fanden wir auch schon am ersten Tag diverse Spots entlang der Strandpromenade in Viareggio, großteils weiße Marmorledges und diese mit wenigen Ausnahmen auf wundersame Weise unberührt! Vielleicht wären wir dem Phänomen der ungewachsten Kanten näher auf den Grund gegangen, hätten wir unsere Verfolgungsjagd mit der Polizei gegen Ende der Tour nicht so erfolgreich absolviert. Jedenfalls mieden wir die Straßen von Viareggio ab diesem Zeitpunkt und tuckerten in unserem Tourbus auf Spotsuche durch die kleinen Dörfer in der Nachbarschaft. Die Reaktionen der Bevölkerung insgesamt waren sehr unterschiedlich: Meistens scharten sich Menschentrauben um uns und beobachteten das Spektakel. Ab und zu gab es aber auch einzelne, stark erhitzte Gemüter, die sofort mit der Verständigung der Ordnungshüter drohten. In jedem Fall schien es aber so, als würde Skateboarding nicht zum alltäglichen Ortsbild in der Gegend gehören.

Die Atmosphäre im Haus war familiär, Kathi und Alban feierten sogar ihren Hochzeit während der Tour und zur Feier des Tages wurde der Griller angeworfen. Doch so viel zwischenmenschliche Nähe kann auch am Nervenkostüm zerren und alle Beteiligten freuten sich bei der Heimfahrt schon wieder auf ein wenig mehr individuellen Freiraum – die Toskana Tour bleibt uns aber auf alle Fälle in guter Erinnerung und nährt die Vorfreude auf den nächsten Team Ausflug!

 

 

X-Double Toskana Tour from Peter Mader on Vimeo.

Die Mannschaft:

Ralf Edlinger: Ein Teammanager wie aus dem Bilderbuch: Von der Destination über die Unterkunft bis hin zu den Spots – Ralf organisierte, kutschierte, beruhigte erhitzte Gemüter und wenn sich an einem Spot niemand anders einen Trick vorstellen konnte, zeigte er kurzerhand, wie es gemacht wird.

Norbert Weitenbacher: Die Skate-Maschine mit der eindeutig höchsten Trick pro Spot Rate auf der Tour; nicht nur den italienischen Marmor stellte er auf harte Proben, sondern auch die Nerven der Mitbewohner mit diversen Deep House Nummern zu später Stunde.

Jan Kössl: Der Junior im Team hatte es nicht leicht, kaum ein Wort oder eine Aktivität war ihm vergönnt, ohne eine Schelte dafür zu kassieren. Doch mit ein paar schönen Manövern verdiente er sich den Respekt der Älteren zurück.

Patrik Pittl: Any Spot, any time! Brownie hatte von früh bis spät in die Nacht Tricks parat.

Arian Kindl: Gesegnet mit einem unglaublichen Gefühl für stylische Tricks und geplagt von Verletzungspech trat Ari die Reise schon mit einem lädierten Zehen an, kämpfte sich aber tapfer und erfolgreich durch, bis es am vorletzten Tag der Tour dann doch ein Slam zu viel für ihn wurde.

Alban Millaku: Der neueste Zugang in der X-Double Familie war ständig auf der Suche nach „dem etwas anderen“ Spot. Gemeinsam mit Ralf war er zuständig für die kreative Nutzung der urbanen Gegebenheiten.

Katharina Neuwirth: Die bilinguale Sweet Dream Representerin war unser Sprachrohr zur italienischen Umwelt und sorgte auch im Haus für Harmonie; Film-Zeit mit Peter musste sie sich allerdings hart erkämpfen bei so viel Testosteronüberschuss.

Stefan Ebner: Der Veteran im Team hatte vor allem morgendliche Yogaübungen, Tanzeinlagen und unfreiwilligen Slam-Slapstick im Gepäck – aber auch ein paar nette Neunzigerjahre-Lines.

Dominique Huter: Machte regelmäßig nicht nur hinter der Fotokamera sondern auch vor der Linse eine gute Figur.

Peter Mader: Leider kam der Meister des Kickflip auf der Tour selbst kaum zum Skaten, dafür trainierte er den Bizeps seines Filmarmes praktisch 12 Stunden pro Tag am Stück.